«Bei uns dreht es sich immer um München»: Monacensia-Bibliotheksleiterin Larissa Schmid im Interview

Monacensia-Bibliotheksleiterin Larissa Schmid lehnt an der großen grünen Atelierstür der Monacensia.

Münchens Literatur spricht viele Sprachen – doch welche finden sich in den Regalen der Monacensia-Bibliothek? Leiterin Larissa Schmid erzählt im Interview, wie sie Sammlungslücken schließen und bislang wenig bekannte Bestände zugänglich machen möchte. Zugleich ist die Bibliothek ein «dritter Ort», der allen kostenfrei offensteht. Am 17. November lädt sie zur ersten Relaxed Reading Night ein. Welche Seiten Münchens lassen sich hier noch entdecken?

Larissa Schmid: Von Berlin in die Monacensia-Bibliothek

Larissa, im November 2024 hast du die Leitung der Monacensia-Bibliothek übernommen. Von wo kamst du damals?

Aus der Staatsbibliothek zu Berlin. Allerdings war ich zuvor als Historikerin und Islamwissenschaftlerin am Leibniz-Zentrum Moderner Orient in Berlin tätig. Dort habe ich zu Kolonialgeschichte und deutsch-muslimischen Beziehungen im Ersten Weltkrieg geforscht. 2017 habe ich ein Referendariat im Bibliothekswesen in der Staatsbibliothek begonnen und war im Anschluss daran etwa vier Jahre im Wissenschaftlichen Dienst und in unterschiedlichen Projekten tätig.

Was für Projekte?

Ich war als Fachreferentin und Projektkoordinatorin für Drittmittelprojekte tätig. Im letzten von mir geleiteten größeren Projekt in Berlin ging es um die Ausarbeitung eines Antrags zur Digitalisierung von Bibliotheksbeständen aus kolonialen Kontexten. Dabei stellten sich grundsätzliche Fragen nach Sammlungen und der Digitalisierung: Wie wurde bislang gesammelt? Welche Lücken gibt es? Welche Bestände sind für die Forschung relevant und sollten digitalisiert werden?

Fragen, mit denen sich auch die Monacensia beschäftigt.

Ja, das hat sehr gut gepasst. Beworben habe ich mich auch, weil sich meine Projekte meist an der Schnittstelle zwischen Forschungsinfrastrukturentwicklung und Digitalisierung bewegten. Diese beiden Kompetenzen waren für die Bibliotheksleitung in der Monacensia erforderlich.

Also bist du wegen des Jobs nach München gezogen?

Eher zurückgekehrt: Ich komme aus München und habe über 20 Jahre in Berlin gelebt und gearbeitet. Dass ich München sehr gut kenne, hier Familie, Freunde und Freundinnen habe, waren weitere Gründe, mich bei der Monacensia zu bewerben.

Kanntest du die Monacensia aus deiner früheren München-Zeit?

Damals war sie mir kein Begriff. Ich war oft in der Münchner Stadtbibliothek, auch im Gasteig, unter anderem zum Lernen fürs Abi. Die Monacensia habe ich im Zuge der Neuausrichtung durch ihre Leiterin Anke Buettner ab 2019 bewusst wahrgenommen – vor allem durch die Öffnung des Hauses und die Programmarbeit wie etwa den Schwerpunkt #FemaleHeritage.

Blick auf eine historische Bücherwand im Forum Atelier der Monacensia, mit Reliefs von Adolf von Hildebrands.
Leselounge zur Ausstellung «Literatur & Haltung. Rachel Salamanders Archiv» im Forum Atelier der Monacensia. © Thomas Dashuber

Spannend, dass du die Stadtbibliothek erwähnst, zu der die Monacensia-Bibliothek gehört. Was du damals nicht wusstest, wissen einige bis heute nicht.

Das stimmt, wobei sich die Monacensia als wissenschaftliche Forschungsbibliothek in einigen Aspekten von den Stadtteilbibliotheken unterscheidet. Unser Erwerbungsprofil hat einen klaren Fokus auf München. Das heißt, wir erwerben Belletristik von Münchner Autor*innen und haben zusätzliche Schwerpunkte wie die Familie Mann und die Schwabinger Boheme.

Es gibt aber nicht nur Belletristik.

Ja, wir kaufen auch Sachliteratur zu München und haben historische Sammlungen aufgebaut: Fasching, Oktoberfest und ähnliches. Darüber hinaus haben wir eine beeindrucke Comicsammlung und viel spannendes Material zur Münchener Subkultur. Zudem pflegen wir neben engen Kontakten zu Münchens Literaturszene auch die zur Comicszene. Bei uns dreht es sich immer um München. Das ist in Stadtteilbibliotheken anders – wobei wir auch an den Leihverkehr der Münchner Stadtbibliothek angeschlossen sind. Und wir haben einen Präsenzbestand: Vor 1960 erschienene Bücher oder auch historische Zeitungen sind nur im Lesesaal einsehbar.

Die Monacensia als dritter Ort: Eine Bibliothek für alle

Wer nutzt die Monacensia-Bibliothek?

Also erst mal stehen die Räume allen kostenfrei offen. Wer bei uns lesen oder arbeiten möchte, benötigt keinen Bibliotheksausweis. Das nutzen auch zunehmend Studierende, weil sie die ruhige Arbeitsatmosphäre schätzen. Es gibt viele Stammkund*innen, die bereits die Präsenzbibliothek vor dem Umbau kannten. Dazu kommen Wissenschaftler*innen, die in München forschen und aus ganz Deutschland und dem Ausland kommen.

Junger Mann liest in einer Bibliothek ein Buch.
Lesen, lernen, forschen in der Monacensia-Bibliothek – hier in der Familie Mann Bibliothek. © Tanja Praske

Was sind deren Hauptforschungsgebiete?

Die Anfragen, die uns erreichen, sind sehr vielseitig. Oft handelt es sich um literaturwissenschaftliche oder stadthistorische Anfragen, aber viele interessieren sich auch für Aspekte der Kunst-, Architektur- oder Familiengeschichte. Ein im Lesesaal oft genutzter Bestand sind die historischen Adressbücher oder Münchner Tageszeitungen. Als eine der wenigen Bibliotheken in München haben wir zum Beispiel das Archiv der Abendzeitung, aber auch historische Sondersammlungen wie Plakate, Flugschriften und graue Literatur .

Erfüllt dieser schöne Ort das Konzept des sogenannten dritten Ortes? Der Deutsche Bibliotheksverband hat das Statement der Körber-Stiftung «Dritte Orte sind für gesellschaftlichen Zusammenhalt unverzichtbar» Anfang 2026 unterzeichnet.

Das Konzept des dritten Ortes besagt vor allem, dass es ein anderer Ort als die eigene Wohnung und Arbeit ist. Ein Ort für soziale Begegnung und Austausch, an dem man sich wohlfühlt und Zeit verbringen möchte. Das ist auch die Idee für die gesamte Monacensia im Hildebrandhaus. Daher sind wir in der Bibliothek selbstverständlich darum bemüht, dass sich alle wohlfühlen – und dass es trotz verschiedener Bedürfnisse ein guter Ort für alle ist. Da es hier mehrere Bereiche und Räume gibt, verteilt es sich gut. Und ich erlebe unser Publikum als sehr kooperativ und rücksichtsvoll.

Was macht diesen Ort für dich im Vergleich zu anderen Bibliotheken besonders?

Ich komme aus einer der größten Universalbibliotheken Deutschlands und sehe in den Sammlungen der Monacensia enormes Potenzial. Um diese ausreichend zu erschließen, zu digitalisieren und zugänglich zu machen, bin ich gerade dabei, neue Projekte aufzusetzen und interessante Kooperationen einzugehen. Zugleich leisten wir als Team tagtäglich die kernbibliothekarische Arbeit: Wir öffnen Theke und Lesesaal, beantworten Anfragen, kaufen neue Bücher, Öffentlichkeitsarbeit etc. Die Kombination beider Ebenen finde ich spannend. Gewisse Standards aus der Bibliothekswelt einzuführen, um die Zugänglichkeit zu den Beständen zu verbessern, in einem sehr agilen Haus – damit meine ich alle Bereiche der Monacensia –, das sich mit den Themen beschäftigt, die mich immer schon interessiert haben:

  • Lücken in den Sammlungen,
  • Diversität im Sammlungsaufbau,
  • Drittmittelprojekte.

Beides in ein und derselben Bibliothek machen zu können, ist eine ganz tolle Chance, noch dazu in meiner Heimatstadt München.

Blick in die Familie Mann-Bibliothek. Sonnenlicht fällt ein, Stühle und Lesetisch mit ganz vielen Büchern in den Regalen. Monacensia-Bibliothek
Blick in die Familie Mann-Bibliothek: Kommt gerne zum Arbeiten, Recherchieren, Lesen vorbei! © Tanja Praske

Welche Stimmen fehlen? Mehrsprachige Literatur und Münchens Gedächtnis

Diversität steht auch im Sammlungsprofil des Literaturarchivs.

Genau, Thomas Schütte hat Mitte 2021 die Leitung übernommen und konnte den Fokus auf Diversität und Stadtgesellschaft im Archiv bereits umsetzen. Darum möchten wir uns in der Bibliothek künftig ebenfalls mehr bemühen: indem wir einen stärkeren Fokus auf Mehrsprachigkeit in der Erwerbung und der Vermittlung von Münchner Literatur legen. Gewissermaßen das heutige München als Lebens- und Exilort für Literaturschaffende angemessen zu sammeln und so zum literarischen Gedächtnis der Stadt beizutragen.

Wie unterscheiden sich da Archiv und Bibliothek?

Im Archiv wird vor allem nach bisherigen Lücken in den Sammlungen geforscht und aktiv daran gearbeitet, diese zu schließen. So sammelt das Archiv nicht nur Vor- und Nachlässe von Einzelpersonen, sondern auch literarische Verlage, literarischen Buchhandel und Lesereihen. Besondere Sammlungsschwerpunkte bestehen in den Bereichen Schreiben im Exil und in der Diaspora, mehrsprachige Literatur und subkulturelles Schreiben. So werden gezielt in München lebende, nicht auf Deutsch publizierende Autor*innen auf ihre Vor- oder Nachlässe angesprochen – seien diese auf Ukrainisch, Persisch, Arabisch.

In der Bibliothek sind etwa 90 Prozent der Bücher unserer Bestände auf Deutsch. In anderen europäischen Sprachen liegen verhältnismäßig wenige Titel vor, meist sind dies Übersetzungen von literarischen Werken. Mich um den Kontakt zu Münchner*innen zu bemühen, die in München mehrsprachig publizieren, ist eines meiner langfristigen Projekte.

Blick auf gefüllte Bücherregale mit Computer davor für den Opac und dem Screen "Das ist mein Ort".
Im Damenatelier der Monacensia: Hier mit Büchern über München, die Stadtviertel und mehr. © Tanja Praske

Dabei orientierst du dich am Sammlungsprofil des Literaturarchivs?

Tatsächlich erarbeite ich gerade ein Sammlungs- und Erwerbungsprofil für die Bibliothek. Dafür möchte ich neben der internen auch Expertise von Kolleg*innen aus dem GLAM-Bereich einholen, um in Abstimmung mit anderen Spezialbibliotheken ein kohärentes Sammlungsprofil zu entwickeln und transparent zu machen. Wenn wir hier klarer und eindeutiger kommunizieren können, hilft es uns – und allen anderen.

Ich verstehe noch nicht, wie sich die Sammeltätigkeiten von Archiv und Bibliothek unterscheiden.

Das Archiv sammelt und bewahrt ausschließlich Unikate – also Tagebücher, Autografen, Briefe, Fotos oder Audios, die es nur ein einziges Mal gibt.

Publikationen aus unseren Bibliotheksbeständen finden sich teils auch in anderen Bibliotheken. Ein gutes Beispiel dafür ist die kleine Sammlung von Judaica, die ich 2025 erwerben konnte: Literatur von Displaced Persons, die in unmittelbarer Nähe zur Monacensia – in München-Bogenhausen – 1947 in geringer Auflage publiziert wurde. Solche Sammlungen anzukaufen, ist aus Bestandserhaltungssicht gut und wichtig. Der Ankauf steht in direktem Zusammenhang mit der Dauer- und Sonderausstellung der Monacensia, die sich mit der Erinnerungskultur und jüdischem Leben in München befassen. Das ist ein klarer Vorteil in der Monacensia: Es ist unser Anspruch, dass wir dieses Wissen auch gleich vermitteln können.

Frau steht an einer Bilderhalterung in einer Ausstellung, beschriftet mit "Die Familie Hildebrand in Florenz".
Blick in die Ausstellung «Maria Theresia 23. Biografie einer Münchner Villa». © Oliver Jung.

Wie gestaltet sich diese Vermittlung?

Mit der Dauerausstellung Maria Theresia 23. Biografie einer Münchner Villa erforscht die Monacensia die Geschichte Bogenhausens und des Hildebrandhauses. Dort sowie in der neuen Sonderausstellung Literatur & Haltung. Rachel Salamanders Archiv zeigen wir Verbindungen zu den Displaced Persons in München. Dank Projektmitteln für 2027 kann ich diese seltenen Drucke restaurieren lassen, einige auch digitalisieren.
Zudem organisiert meine Kollegin Felicitas Friedrich in der Kulturvermittlung ein Programm zu Schejres Haplejte, also zu den jiddischen Literat*innen aus München in der Nachkriegszeit, in Form von Stadtspaziergängen. Und wir veranstalten gemeinsam einen Editathon.

Blick hoch zur Galerie des Forums Atelier der Monacensia mit den Hängeleuchten.
Die Galerie des Forum Ateliers zeigt die erste Pop-up-Ausstellung der Monacensia: «Glaub mir» von Jutta Pilgram. © Tanja Praske

Comics und Relaxed Reading Night: Münchens Literatur entdecken

Allgemein zum Thema Vermittlung: Seit Oktober gibt es in der Monacensia-Bibliothek die erste Pop-up-Ausstellung.

Ja – in einem Raum, der sich nicht so leicht bespielen lässt: auf der Galerie im Forum Atelier. Bislang standen dort Thomas-Mann-Übersetzungen in den Vitrinen. Über den Kontakt zur Münchner Comicszene habe ich schon gesprochen – die Idee ist, diese kuratiert von Michael Schleicher in kleinen Ausstellungen sichtbar zu machen. Den Anfang macht Jutta Pilgram Zeichnungen aus ihrem Comic «Glaub mir». Im Januar 2027 gibt es einen Artist Talk plus Signierstunde, und idealerweise zeigen wir 2027 die nächste Comic-Ausstellung.

Frau hat über eine Vitrine ein Comic aufgeschlagen. In der Vitrine sieht man mehrer bunte Skizzen des Comics, eine davon mit dem Titelbild des Comic «Glaub mir» von Jutta Pilgram.
Larissa Schmid schmökert im Comic «Glaub mir» von Jutta Pilgram. Pop-up-Ausstellung der Monacensia.

Und am 17. November lädt die Bibliothek zur ersten Relaxed Reading Night.

Mit den Relaxed Reading Nights wollen wir ein neues Format etablieren, in dem man in angenehmer Atmosphäre Münchens Literatur zu einem bestimmten Thema im eigenen Rhythmus entdecken kann. Das heißt, es darf gerne ein Kommen und Gehen sein – ohne festen Ablauf, dafür mit kleinen Inputs von Autor*innen. Wir legen passende Bücher aus, in denen man blättern und darüber vielleicht ins Gespräch kommen kann. Da sind wir beim besagten dritten Ort … Wir starten mit München-Krimis und dem Münchner Autor Su Turhan, dafür suchen wir entsprechende Titel aus unserem Bestand. Ich bin gespannt, wie diese offene Form ankommt.

Wo siehst du die Monacensia-Bibliothek in der nahen Zukunft?

Mir ist es sehr wichtig, sie zu einer vernetzten Forschungsbibliothek weiterzuentwickeln.

Was genau bedeutet das für dich?

Vernetzt verstehe ich vor Ort – also mit Menschen und Kolleg*innen in und außerhalb der Stadt, durch Kooperationen wie mit WikiMUC oder bibliothekswissenschaftlichen Einrichtungen. Ich möchte stärker mit Universitäten zusammenarbeiten. Viele Studierende der Kulturwissenschaften wissen gar nicht, was für spannende Bestände für ihre Arbeiten sie bei uns finden.
Zudem bezieht sich das Vernetzte auf den bibliothekarischen und technischen State of the Art – also die Frage von Daten, wenn wir unsere Bestände digitalisieren, ins Netz bringen und Metadaten produzieren. Daran arbeiten wir intensiv im Hintergrund und ziehen mit den Kolleg*innen der Münchner Stadtbibliothek an einem Strang.

Ein weiteres Ziel ist, mehr jüngere Menschen in die Monacensia zu bringen. Über unsere Veranstaltungen gelingt das schon gut. In der Vermittlung ist es auch mit W- und P-Seminaren möglich – und mit spannenden Projekten für Schüler*innen oder Studierende, die Stadtgeschichte unter anderen Aspekten beleuchten. Und da sind wir wieder bei der Frage nach Lücken und dem Thema Diversität, die wir stärker in den Fokus rücken wollen.

Verrätst du uns noch deinen Lieblingsplatz in der Monacensia?

Innerhalb der Bibliothek bin ich am liebsten in der Familie-Mann-Bibliothek – ein schöner und ruhiger Arbeitsort. In der Mittagspause sitze ich sehr gerne im Garten oder im Café lev.

Interview: Tina Rausch

Larissa Schmid sitzt auf einem Sessel lesend in der Familie Mann Bibliothek der Monacensia
Ein Lieblingsort von Larissa Schmid: die Familie Mann-Bibliothek. © Tanja Praske

Monacensia im Hildebrandhaus: Ein Haus für Münchens Literatur

Die Monacensia im Hildebrandhaus ist Bibliothek, Literaturarchiv, Museum und Künstler*innen-Villa in München-Bogenhausen. Als literarisches Gedächtnis der Stadt verbindet sie historische Sammlungen mit dem literarischen Leben der Gegenwart. Die Dauerausstellung «Maria Theresia 23. Biografie einer Münchner Villa» erzählt von der Geschichte des Hauses.

Was bietet die Monacensia-Bibliothek?

Die Forschungsbibliothek gehört zur Münchner Stadtbibliothek. Hier stehen Werke von Münchner Autor*innen und Sachbücher zur Kultur- und Literaturgeschichte Münchens. Historische Adressbücher und Tageszeitungen, darunter das Archiv der Abendzeitung, ermöglichen eigene Recherchen zur Stadt- oder Familiengeschichte. Das Literaturarchiv bewahrt dagegen ausschließlich Unikate wie Briefe und Manuskripte.

Die Bibliotheksräume stehen allen kostenfrei zum Lesen und Arbeiten offen – ohne Bibliotheksausweis. Für die Ausleihe ist ein Ausweis der Münchner Stadtbibliothek erforderlich. Vor 1960 erschienene Bücher und historische Zeitungen sind nur im Lesesaal einsehbar.

Adresse und Öffnungszeiten


Maria-Theresia-Straße 23, 81675 München
Barrierefreier Eingang: Siebertstraße 2

Haus und Ausstellungen: Montag bis Mittwoch und Freitag 9.30–17.30 Uhr, Donnerstag 12–19 Uhr, Samstag und Sonntag 11–18 Uhr. Eintritt frei.

Bibliothek und Literaturarchiv: Dienstag und Mittwoch 9.30–17.30 Uhr, Donnerstag 12–19 Uhr, Freitag 9.30–17.30 Uhr. Freitags ist die Servicetheke der Bibliothek nicht besetzt.

Kontakt: monacensia.bibliothek@muenchen.de

Erste Relaxed Reading Night: Krimis mit Su Turhan

Am 17. November 2026 von 19 bis 21.30 Uhr lädt die Monacensia ins Forum Atelier ein. Su Turhan gibt in kurzen Lesungen Einblicke in seine Krimis. Passende Bücher aus dem Bibliotheksbestand liegen zum Stöbern bereit; eigene Lektüre ist willkommen. Besucher*innen können kommen und gehen, wann sie möchten.

Eintritt frei, ohne Anmeldung.

Zum Programm der Relaxed Reading Night

Autor*innen-Info

Profilbild Tina Rausch

Dies ist ein Gastbeitrag von Tina Rausch

Tina Rausch, 1970 in München geboren, studierte Neuere Deutsche Literatur und Erziehungswissenschaften an der Ludwig-Maximilians-Universität. Ihre interdisziplinäre Magisterarbeit schrieb sie über die pädagogische Rezeption der bildungskritischen Schülerromane um die Jahrhundertwende am besonderen Beispiel von Thomas Manns „Buddenbrooks“ und Robert Musils „Törleß“. Seit ihrem Abschluss ist sie als freie Redakteurin, Lektorin und Literaturvermittlerin tätig. Sie schreibt für verschiedene Medien, organisiert und moderiert Veranstaltungen, erstellt Unterrichtsmaterialien und publizierte mit Ulrich Kirstein die „Allgemeinbildung deutsche Literatur für Dummies“ (Wiley-VCH). Die von ihr konzipierten und geleiteten literarischen Workshops und Fortbildungen für Jugendliche und Erwachsene fokussieren unter anderem Schnittstellen zur Kunst sowie verschiedene Präsentationsformen. www.tina-rausch.de

Foto: © privat

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