Dossier
Schejres Haplejte
Jiddisch schreiben nach der Befreiung
Nach 1945 entstand in der amerikanischen Besatzungszone Deutschlands eine jiddische Literatur der Überlebenden. Das Monacensia-Dossier «Schejres Haplejte. Jiddisch schreiben nach der Befreiung» widmet sich dieser Generation. Der jiddische Ausdruck «Schejres Haplejte» – «Rests der Geretteten» – bezeichnet die jüdischen Überlebenden der Shoah, die in den Displaced-Persons-Zentren lebten und begannen, sich literarisch mit dem Weiterleben im besetzten Deutschland auseinanderzusetzen.
Ihre Gedichte, Erzählungen und Essays leisten Trauerarbeit und eine frühe Aufarbeitung der Shoah. Zugleich stehen sie in kritischer Beziehung zur deutschen Nachkriegsgesellschaft und bezeugen den Wiederaufbau jüdischer Kultur.
Das Dossier begleitet die Ausstellung «Maria Theresia 23. Biografie einer Münchner Villa». Audiospuren, Originaltexte und Übersetzungen eröffnen neue Zugänge zu dieser vielstimmigen Nachkriegsliteratur. Es wächst fortlaufend als offenes Archiv jiddischer Literatur und lebendiger Erinnerungskultur.
Stimmen der «Schejres Haplejte» nach 1945: Weiterleben in Worten
«Schejres Haplejte» – Jiddische Literatur nach 1945
Audiospuren «Jiddische Stimmen nach 1945». Rachel Salamander, Beno Salamander und Eli Teicher lesen Gedichte und Kurzgeschichten jiddischer Autor*innen. In den Artikeln finden Sie die vorgelesenen Texte zum Nachlesen – sowohl in deutscher Übersetzung als auch in jiddischer Sprache.
Jiddisch schreiben nach der Befreiung
Vom Wiederaufbau jüdischer Kultur nach 1945
Tamar Lewinskys Artikelserie widmet sich dem Wiederaufbau jüdischer Kultur in der US-amerikanischen Besatzungszone. Nach 1945 entstand hier vorübergehend eine einzigartige Landschaft jiddischer Literatur, Presse, Theater und Musik, in der sich jüdische Überlebende mit den Schrecken der Shoah und ihrer Gegenwart auseinandersetzen.
Über das Dossier
Das Monacensia-Dossier «Schejres Haplejte. Jiddisch schreiben nach der Befreiung» ist Teil des mehrjährigen Erschließungs- und Vermittlungsprojekts «Archiv Salamander» der Monacensia im Hildebrandhaus unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Dieter Reiter. Gefördert von der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern.