Rania Mleihi: Anderen eine Bühne geben – Theater zwischen Syrien und Deutschland | #AtelierMonaco-Szene

Frau auf Bühne im Profil sitzend in bunter Jacke, daneben grüner Tisch mit Objekten, im Hintergrund ein großer blauer Screen: Rania Mleihi, Theaterstück May Personal Ten Years, Staatstheater Nürnberg.

Welche Räume braucht eine vielfältige Gesellschaft, damit Begegnung und Austausch entstehen? Die syrische Dramaturgin Rania Mleihi entwickelt offene Formate wie den Habibi Kiosk in München und YALLA YALLA in Nürnberg. Im Interview spricht sie über Diversität am Theater, ihre Arbeit in Syrien sowie Deutschland und ihre Solo-Performance «My Personal Ten Years». Darin blickt sie zurück auf die zehn Jahre zwischen Merkels «Wir schaffen das» und dem Sturz des Assad-Regimes.

Folge 19 der Interviewreihe #AtelierMonaco-Szene* im Online-Magazin MON Mag der Monacensia.

Rania Mleihi ist Dramaturgin, Regisseurin, Autorin und Performerin. Geboren und aufgewachsen in Damaskus, lebt sie seit 2015 in Deutschland. In Damaskus studierte sie Arabistik und Theaterwissenschaften. Sie war am dortigen Nationaltheater tätig, an dem sie ein eigenes Ensemble gründete. In Deutschland arbeitete sie als Dramaturgin am Staatstheater Hannover, am Theater an der Ruhr und an den Münchner Kammerspielen. Seit der Spielzeit 2025/26 ist sie Dramaturgin am Staatstheater Nürnberg. Ende 2025 fand dort die Uraufführung des Stücks «My Personal Ten Years: Wir schaffen das! Ein Jahrzehnt zwischen Willkommenskultur und dem Sturz Assads» von und mit Rania Mleihi statt.

Rania Mleihi über ihre Solo-Performance «My Personal Ten Years»

Notizbücher aus zehn Jahren als Ausgangspunkt

Wir haben uns bei dir daheim getroffen, weil du im Anschluss an unser Treffen nach Nürnberg fährst. Ist deine Wohnung ein Ort, um zwischen deinen Reisen zur Ruhe zu kommen, oder ist sie auch ein Arbeitsplatz?

In den vergangenen beiden Jahren habe ich hauptsächlich geschrieben, und das habe ich vor allem hier gemacht. Außerdem ist meine Wohnung ein Ort, an den ich Menschen einladen kann. Die Grenzen hier sind fließend: Die Chill-Couch wandelt sich zu einem kreativen Thinktank. Der Ort ist fließend, die Zeit ist fließend. Das widerspiegelt sich in meinem Arbeitsstil. Auch in meinem Schreiben dürfen die Gedanken und die Sprache fluid sein.

Wie das aussieht, ist in einem Teaser zu deiner Solo-Performance «My Personal Ten Years: Wir schaffen das!» zu sehen. Du zeigst darin deine Notizhefte mit Einträgen auf Arabisch, Deutsch und Englisch, zwischendrin finden sich Skizzen.

In meinen Notizbüchern schmelzen Dimensionen zusammen. Ich sammle darin Termine, Gedanken oder Titel von Büchern, die ich nicht vergessen will. Außerdem benutze ich immer mehrere Notizbücher gleichzeitig. Bevor ich das Stück zu schreiben begonnen habe, habe ich eines der Notizbücher zufällig aufgeschlagen und bin darin bei einer Szene gelandet, neben der die Jahreszahl 2016 stand. Das war für mich ein Impuls, meine Notizbücher der vergangenen zehn Jahre durchzugehen. Dabei habe ich überall Stellen gefunden, die zu dem Projekt passten, das dann daraus entstanden ist. Anscheinend hatte ich die ganze Zeit schon unbewusst daran gedacht.

Wie kam es zu deiner Entscheidung, einen Text daraus zu machen?

Zwei Monate vor dem Fall des Assad-Regimes habe ich darüber nachgedacht, dass sich die Lage in den vergangenen zehn Jahren kaum verändert hatte. Und so, wie es aussah, würden Assad und seine Familie auch weiterhin an der Macht bleiben. Ich habe mich gefragt, wie ich unter diesen Voraussetzungen mein weiteres Leben führen möchte. Ich wollte nicht mehr zerrissen sein zwischen diesen beiden für mich parallel existierenden Welten: Deutschland und Syrien. Aber zumindest sollten dieses ganze Leid, die Sehnsucht, die Zerstörung, die Enttäuschungen, die Schmerzen der vergangenen zehn Jahre nicht umsonst geschehen sein. Deshalb habe ich entschieden, darüber zu schreiben.

Dann ist zwei Monate später Assad gestürzt worden.

Das war ein Moment wie ein Phönix aus der Asche – das Unmögliche wurde möglich. Der Text hat daraufhin auch eine andere Richtung genommen, und das Motiv dafür wurde ein anderes.

Was ist es für ein Text geworden?

Es sieht aus wie ein Tagebuch, ist aber keins. Auch wenn die Inhalte sehr persönlich sind, verweisen die Daten auf die politischen Umbrüche. 2015 ist beispielsweise das Jahr von Merkels «Wir schaffen das», oder 2024 markiert den Fall Assads. Ich finde die Fragen interessant, wie sich die Dinge mit der Zeit wenden und welche Erinnerungen bleiben. Was bedeuten Erinnerungen überhaupt? Wofür brauchen wir sie? Sind sie echt oder manipuliert?

Vom Text zur Bühne: Regie, Video und Sound

Der Text ist mehrsprachig: auf Deutsch, Englisch und Arabisch. Wie entscheidest du, was du auf welcher Sprache verfasst?

Bei meinen ersten Texten habe ich noch aktiv entschieden, sie nur auf Deutsch zu schreiben. Das hat sich geändert. Jetzt schreibe ich auf der Sprache, auf der mir der Gedanke oder das Wort kommen. Auch bei diesem Text habe ich nicht aktiv entschieden, dass ich ihn auf drei Sprachen schreibe. Er ist so entstanden, und das war auch dramaturgisch und für den Charakter des Stückes das Richtige.

Wann wusstest du, dass dieser Text ein Stück für die Bühne wird, für das du selbst Regie führst und performst?

Das kam Schritt für Schritt. Erst nachdem ich den Text geschrieben hatte, habe ich ihn als Theaterstück betrachtet. Daraufhin stellte sich mir die Frage, wer Regie führen und wer spielen sollte. Mir wurde klar, dass das niemand inszenieren und niemand spielen konnte, außer mir. Vielleicht wird das Stück auch einmal von anderen Menschen inszeniert oder gespielt, aber ich wollte die Erste sein.

Die Transformation vom Text zum Bühnenstück hat bedeutet, dass Performance, Video und Sound hinzugekommen sind. Welche Rolle spielen diese unterschiedlichen Medien für dich?

Alle Medien sind gleich wichtig für mich. Der Text trägt meine innere Stimme. Die Musik sorgt für die Stimmung und die Balance, indem sie gegen den Text arbeitet. Wenn also der Text ernst ist, ist die Musik leicht oder lustig. Und das Video ist die visuelle Ebene des Stückes. Es besteht aus meinem Handyarchiv der vergangenen zehn Jahre, beispielsweise sind darin Bilder meiner Besuche in Syrien oder Videos von meinen Eltern oder Geschwistern zu sehen.

Aus: Rania Mleihi: «My Personal Ten Years: Wir schaffen das! Ein Jahrzehnt zwischen Willkommenskultur und dem Sturz Assads»

A month ago, the Assad regime in Syria fell.
Jetzt kann ich auf diese zehn Jahre zurückblicken.
Ein ganz persönlicher Moment, der mit diesem historischen Ereignis verbunden ist.
A milestone
Ein Meilenstein
نقطة انطلاق جديدة
A fresh start
Ein Neuanfang
Jetzt kann ich auf diese zehn Jahre zurückblicken.
They taught me, wo der Anfang ist, und wo das Ende.

Ein seltener Moment, in dem sich die Linien meines Lebens gekreuzt haben.
حياتي بألمانيا بعد الـ «Wir schaffen das»
My life in Germany after «Wir schaffen das»Mein Leben in Deutschland nach dem «Wir schaffen das»,
وأني لازم أبدأ من جديد.
Starting over,
wieder auf die Beine kommen.
وحياتي الموازية اللي تركتها بالشام
And the paralel life I left behind in Damascus,
A life, ein Leben, that still shapes me, das mich immer noch prägt,
moment by moment. Augenblick für Augenblick.
How did we make it?
كيف نجونا؟
I still don’t know.
Just a sparrow.
Just a butterfly.
وصوت
A voice that said:
Bleib.
Stay.
ضلّك محلّك


[…]

Wie verstehen wir uns
trotz unterschiedlicher Ansichten?
How do we stay connected
despite disagreement?
Als Familie?
Als Gesellschaft?
Als Körper im selben Raum?
As people who once trusted each other?
Wie können wir verbunden bleiben?
Wenn das Gemeinsame
immer kleiner wird?
Was sind Alternativen
zu Absolutem?
zu Polarisiertem?
Wie sprechen wir
ohne zu trennen?
Wo endet Verständnis?
Wo endet Empathie?
Wo fängt das Urteil an?

[…]

Ich bin Rania.
أنا رانيا
I am Rania.
Geboren im Staub von دمشق,
raised between Jasmin and sirens,
Ich habe diese Stadt immer geliebt.
Ich habe sie auch immer verlassen wollen.
Theater was my passport
قبل أي سفارة، قبل أي فيزا
long before any visa or embassy.
Wenn nicht für das Theater
I wouldn’t be me.
ما كنت صرت أنا
I traveled.
من morocco
إلى USA
إلى Canada
Hungary.
Years passed.
Und ich wusste nicht:
That I had already left forever.
Im Dezember 2010,
at the airport I told my mom:
«Ich komme nicht zurück.»
She laughed.
Then
2015.
The wave. الموجة. Die Welle. I didn’t ride it,
I was part of it.
Munich.
Hannover.
Mülheim.
Munich… again.
Immer wieder München.
Always back to a beginning
I planted things on the way.
جذور صغيرة في الأرض الألمانية
Dramaturgin an den Münchner Kammerspielen
Staatstheater Nürnberg
Staatstheater Hannover, Theater an der Ruhr
Open Border Ensemble.
Arabesque.
Habibi Kiosk.
Sisterhood Damascus.
YALLA YALLA                       
Names like shelters.
Or spells.
Or questions.
To understand ourselves
we must dare to
unfold each other.
Nur wenn ich mich erkenne,
erkenne ich dich.
The beauty of our craft theater?
It helps us heal.
Heilen durch Erzählen.
Telling is survival.
Tonight
maybe I can finally
look ahead
mit offenen Augen
بعيون مليانة أمل
with eyes full of light.

Theaterarbeit zwischen Syrien und Deutschland

Noch einmal zum Anfang deiner Theaterkarriere: Du hast zusätzlich zu deinem Studium an der Universität Damaskus eines an der Hochschule für Theater aufgenommen. Warum?

Ich mochte einfach die Theaterhochschule sehr. Während in der Arabistik ungefähr dreitausend Leute im Hörsaal saßen, waren in den Klassen der Theaterhochschule maximal neun. Da gab es Raum, um über Meinungen und Gedanken zu sprechen.

Du hast nach Abschluss deiner beiden Studiengänge mehrere Jahre am Nationaltheater in Damaskus gearbeitet, später hast du als freiberufliche Regisseurin und Autorin in Budapest gelebt. Warum bist du dann nach Deutschland gegangen?

Ich habe bereits 2007 einen Sprachkurs am Goethe-Institut in Düsseldorf gemacht und war in den darauffolgenden Jahren für unterschiedliche Projekte immer wieder in Deutschland. Ende 2015 bin ich komplett hierhergezogen. Durch den Krieg in Syrien war mir die Möglichkeit genommen worden, mich von dort aus für die Theaterarbeit frei zu bewegen und unterwegs zu sein. Die Frage war dann nicht, wohin ich Bock hatte zu gehen, sondern wo ich sein durfte: wo ich ein Visum bekommen konnte oder Chancen auf einen Arbeitsplatz hatte.

Unterscheidet sich die Arbeit an deutschen Theatern von der an syrischen?

Die Arbeit an Theatern in Syrien ist lebendiger und dringlicher. In Deutschland wird es als Normalität betrachtet, ins Theater gehen zu können. Wenn man in Syrien einen Theaterabend veranstaltet, gibt es kein Geld und keine Unterstützung. Die Kämpfe um den Weg auf die Bühne sind so hart, dass du das nur schaffen kannst, wenn du es wirklich machen willst und dafür brennst.

Porträt von einer mittelalten Frau mit kurzen Haaren, schwarzgekleidet und roter Lederjacke, blickt lächelnd in die Kamera, sitzt auf Hocker: Rania Mleihi
Rania Mleihi © Julia Puder

Habibi Kiosk und YALLA YALLA: Begegnungsformate für mehr Diversität am Theater

Du hast in Deutschland an mehreren Häusern als Dramaturgin gearbeitet und dabei immer wieder neue Formate initiiert, wie etwa am Staatstheater Hannover die Talkshow-Reihe «Arabesque», an den Münchner Kammerspielen den Habibi Kiosk1 oder am Staatstheater Nürnberg das neue Community-Format YALLA YALLA2 . Bei allen Formaten liegt ein Schwerpunkt darauf, Menschen aus unterschiedlichen Kulturen zusammenzubringen. Warum ist dir das ein Anliegen?

Immer wenn ich an einem Haus bin, frage ich mich, ob ich als syrische Dramaturgin nur als Label benutzt werde oder ob wirklich mehr Diversität gewollt ist. Solche Projekte waren jedes Mal ein Versuch, das gesamte Bild des Theaters zu färben: Wie kann man politischer sein? Wie kann man aktueller sein? Ich nehme das Theater als ein direktes Mittel, um mit der Gesellschaft in Kontakt zu treten und Berührungen zu kreieren. Diese Projekte sind auf der einen Seite der Versuch, die Häuser politischer zu machen. Auf der anderen Seite will ich damit vor allem anderen Menschen Orte anbieten und eine Bühne geben.

Mit dem Habibi Kiosk habt ihr genau das geleistet: Räume geöffnet, Gespräche angestoßen. Wie ist die Idee dafür entstanden?

Bevor ich nach München kam, war ich drei Jahre in Hannover. Da gibt es an jeder Ecke einen Kiosk, wo Menschen zusammensitzen und sich unterhalten. Abends nach der Arbeit war es für mich wie ein Ritual dahinzugehen. Ich wusste immer sicher, dass ich jemanden treffen würde. In München hat mir diese Art von lässigem Treffpunkt gefehlt. Grundsätzlich gibt es in ganz Deutschland zu wenige Orte, an denen man sich aufhalten kann, ohne zu konsumieren. Als ich dann in der Maximilianstraße gelandet bin, war mir klar, dass es genau hier so einen Kiosk brauchte.

Seit der Spielzeit 2025/26 bist du Dramaturgin am Staatstheater in Nürnberg und leitest das Begegnungsformat YALLA YALLA. Was ist Ziel des Projekts?

Die Gesellschaft der Stadt Nürnberg ist sehr gemischt und hat einen hohen Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund, von denen man jedoch wenige im Theater sieht. Sie fühlen sich nicht angesprochen oder denken, dass sie nicht gemeint sind. Mit YALLA YALLA machen wir den Versuch herauszufinden, was in der Stadt oder im Theater fehlt.

Zwischen Lehre, Coaching und Münchner Literaturszene

Du bist außerdem als Gastdozentin an der Münchner Otto Falckenberg Schule tätig und hast eine Ausbildung als Systemic Coach for Artists absolviert. Siehst du die Vermittlung und Unterstützung anderer Künstler*innen als deine Aufgabe neben deiner eigenen künstlerischen Tätigkeit?

Auf jeden Fall. Die Theaterarbeit ist zwar sehr interessant und hat viele magische Momente, aber gleichzeitig gibt es viele albtraumhafte Situationen. Wir versuchen alle, allein damit zurechtzukommen – anstatt darüber zu sprechen und uns klar zu werden, dass andere die gleichen Probleme haben. Die Weiterbildung habe ich gemacht, weil uns oft die Sprache für das fehlt, worunter wir leiden. Wir arbeiten im kreativen Feld, das macht verletzlich. Dafür braucht es Kapazitäten, Energie, Verständnis und Geduld.

Zum Schluss noch zur Literaturszene in München. Die Sammlungslinie der Monacensia «Voices of Exile» hat Anfang 2026 mit Manuskripten von dir und Volha Hapeyeva gestartet. Wie ist dein Eindruck: Hat sich etwas an der Sichtbarkeit von diverseren Stimmen geändert, und fühlst du dich hier in der Szene eingebunden?

Ja, ich mag die Arbeit der Monacensia sehr, und München ist meine Heimat- und Berufsstadt. Was ich hier besonders toll finde, sind die Angebote für junge Artists – beispielsweise im PATHOS oder schwere reiter. Aber ich habe die Kulturszene an jedem Ort, an dem ich in Deutschland gelebt habe, sehr genossen. Ich glaube, die Kunst- und Theaterszenen ticken hier überall ähnlich. Sie schaffen es, Sichtbarkeit zu generieren und ihre Kreativität in die Stadt fließen zu lassen. Ich mag die Kulturszene in Deutschland sowieso sehr. Man hat das nicht in jedem Land, und das ist echt cool hier.

Frau auf Bühne im Profil sitzend in bunter Jacke, daneben grüner Tisch mit Objekten, im Hintergrund ein großer blauer Screen: Rania Mleihi, Theaterstück May Personal Ten Years, Staatstheater Nürnberg.
Rania Mleihi, My Personal Ten Years © David Klumpp, Staatstheater Nürnberg

Rania Mleihi und das Theater als Ort der Begegnung

Für Rania Mleihi ist Theater ein gesellschaftlicher Raum, der Menschen zusammenbringt und unterschiedlichen Perspektiven eine Bühne gibt. Ihre Formate an den Münchner Kammerspielen und am Staatstheater Nürnberg schaffen Orte, an denen man sich aufhalten kann, ohne zu konsumieren. Diversität bedeutet für sie dabei mehr als Sichtbarkeit: Sie verändert auch die Programme, Arbeitsweisen und Strukturen der Theater.

In ihrer mehrsprachigen Solo-Performance «My Personal Ten Years» verbindet Mleihi individuelle Erinnerung mit Zeitgeschichte. Aus Notizbüchern auf Deutsch, Englisch und Arabisch entsteht eine Bühnenfassung, in der persönliche Erfahrung und politische Umbrüche zusammenfallen.

Das Manuskript zu «My Personal Ten Years» liegt in der Monacensia im Hildebrandhaus: Rania Mleihi übergab es im März 2026 zum Auftakt der Sammlungslinie «Voices of Exile» (Pressemitteilung, PDF), die Exil- und Diasporaliteratur aus München sammelt – gemeinsam mit Manuskripten von Volha Hapeyeva.

  1. Habibi ist ein arabisches Wort und bedeutet in etwa «Schätzchen». (Quelle: www.muenchner-kammerspiele.de/de/mk-forscht/1196-habibi-kiosk/3066-mit-der-betonung-auf-lassig) ↩︎
  2. Yalla – ein Wort voller Energie und Bewegung. Im Arabischen bedeutet es so viel wie »Los geht’s!«, «Auf geht’s!» oder «Lasst uns beginnen!» – ein Ausdruck von Aufbruch, Dringlichkeit und gemeinsamer Bewegung nach vorn. (Quelle: staatstheater-nuernberg.de/content/schauspiel-yalla-yalla) ↩︎

*AtelierMonaco-Szene

Die Reihe «AtelierMonaco-Szene» erscheint alle zwei Monate im MON Mag, dem Online-Magazin der Monacensia. In der ersten Staffel sprechen Katrin Diehl (1-6), in der zweiten Christina Madenach (ab Folge 7) mit Autor*innen über ihre literarischen Tätigkeiten, Netzwerke, eigene Verlage und literarische Lesereihen in München – es entsteht eine Kartografie der #AtelierMonaco-Szene in der Stadt, die Teil der Künstler*innen-Villa der Monacensia ist.


Zitierempfehlung:
Christina Madenach: «Rania Mleihi: Anderen eine Bühne geben –Theater zwischen Syrien und Deutschland | #AtelierMonaco-Szene», in: MON Mag – Das Online-Magazin der Monacensia, 23.09.2026, URL: https://mon-mag.de/rania-mleihi-theater-syrien-deutschland/. ISSN 2944-3776.

Autor*innen-Info

Profilbild Christina Madenach

Christina Madenach

Christina Madenach, 1988 geboren in Starnberg, ist Autorin und Kulturmanagerin. Sie studierte Neuere Deutsche Literatur, Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft und Interkulturelle Kommunikation an der Ludwig-Maximilians-Universität München und arbeitete nach ihrem Magisterabschluss an Kulturinstitutionen in Rom, Saigon, Berlin und aktuell in Bayern. Sie kuratiert und moderiert die Lesereihe LIX – Literatur im HochX und leitet die Münchner Romanwerkstatt. Foto © Jean-Marc Turmes

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