Ausstellung
Literatur & Haltung
Rachel Salamanders Archiv
Die Ausstellung «Literatur & Haltung. Rachel Salamanders Archiv» ist ab dem 20. Mai 2026 in der Monacensia im Hildebrandhaus zu sehen. Erstmals wird das Archiv der international renommierten Publizistin und Literaturwissenschaftlerin Rachel Salamander öffentlich sichtbar.
Mit der Literaturhandlung in der Münchner Fürstenstraße gründete Rachel Salamander 1982 die erste Buchhandlung für Literatur zum Judentum in Deutschland nach 1945. Sie entwickelte sich Jahrzehnte nach der Zerstörung jüdischer Kultur durch die Shoah zu einem zentralen Ort für Literatur zum Judentum im deutschsprachigen Raum.
Rachel Salamander schuf in über 40 Jahren ein einzigartiges Forum für jüdische Autor*innen und Intellektuelle aus aller Welt. In über 1000 Veranstaltungen in Deutschland und Österreich brachte die Publizistin jüdische Gegenwart in klaren Worten zur Sprache.
Die Ausstellung in der Monacensia schöpft aus dem großen Archiv, das Rachel Salamander 2022 der Stadt München schenkte. Das digitale Dossier im MON Mag vertieft und erweitert die Themen der Ausstellung. Artikel, Interviews und Filme geben Einblicke in Rachel Salamanders Archiv.
Literatur & Haltung: Rachel Salamanders Archiv im Film
Die Literaturhandlung und Literatur zum Judentum
Die Literaturhandlung: Idee, Netzwerke und Wirkung
Seit den 1980er-Jahren entstand hier ein Ort literarischer Begegnung und Debatten über Literatur zum Judentum im deutschsprachigen Raum. Daraus gingen Netzwerke hervor, die weit über München hinaus wirkten.
Zur Ausstellung
Lesebuch «Literatur & Haltung»
Eine Hommage an die große Literaturvermittlerin Rachel Salamander und eine Einladung zum Lesen. Das Buch erscheint am 23. März im Buchhandel.
Förderpartner*innen
Die Ausstellung «Literatur & Haltung. Rachel Salamanders Archiv» ist Teil des Erschließungs- und Vermittlungsprojekts «Archiv Salamander», das von der Alfred Landecker Foundation gefördert wird.
Mit freundlicher Unterstützung des Kulturreferats der Landeshauptstadt München, Abt. 4 Public History.
Weiterführendes Dossier: Jiddische Literatur nach 1945
«Schejres Haplejte»
Jüdische Überlebende – die «Schejres Haplejte» – begannen nach 1945 wieder auf Jiddisch zu schreiben. In Gedichten, Essays und Erzählungen verarbeiteten sie ihre Erfahrungen und das Weiterleben nach der Shoah. Das Dossier versammelt Beiträge zu dieser frühen jiddischen Nachkriegsliteratur.