Susanne Klingenstein studierte Germanistik, Geschichte und Amerikanistik an der Universität Heidelberg, Stirling University (Schottland), und Brandeis University (USA). Sie wurde in Heidelberg mit einer Arbeit über jüdische Literaturwissenschaftler an amerikanischen Universitäten promoviert, die während eines Stipendiums an der Harvard University entstand. Schon als Doktorandin unterrichtete sie in Harvard europäische und amerikanische Literatur.
Von 1993 bis 2015 lehrte sie Literatur, Kommunikation und humanistisches Denken am Massachusetts Institute of Technology und an der Harvard Medical School.
Zu ihren deutschen Veröffentlichungen gehören «Mendele der Buchhändler» (2014), «Wege mit Martin Walser» (2016), «Es kann nicht jeder ein Gelehrter sein. Eine Kulturgeschichte der jiddischen Literatur, 1105–1597» (2022) sowie Übersetzungen der Werke von David Bergelson, Chaim Grade und Sholem Yankev Abramovitsh. Seit 1998 schreibt sie für die Frankfurter Allgemeine Zeitung.
Von 2020 bis 2024 wurde sie in Harvard von David Stern in jüdischer Buchgeschichte ausgebildet. Seit Januar 2026 lehrt sie in Harvard jiddische Literatur der Frühen Neuzeit.