Anat Feinberg studierte Anglistik und Philosophie an der Universität Tel Aviv. 1978 wurde sie an der London University mit einer Dissertation über das Theater zur Zeit Shakespeares promoviert. Danach war sie Dozentin für Literatur- und Theaterwissenschaft an der Ben-Gurion-Universität und an der Universität Tel Aviv.
Drei Jahrzehnte lehrte sie als Professorin für Hebräische und Jüdische Literatur an der Hochschule für Jüdische Studien in Heidelberg. Zwischen 2004 und 2007 war sie die verantwortliche Fachberaterin für die Beiträge zur modernen hebräischen Literatur in der Neuauflage der «Encyclopedia Judaica» und für «Kindlers Literaturlexikon».
2012 erhielt Anat Feinberg das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, 2023 die Joseph-Ben-Issachar-Süßkind-Oppenheimer-Auszeichnung vom Landtag Baden-Württemberg.
Zu ihren Veröffentlichungen zählen: «Moderne hebräische Literatur. Ein Handbuch»; «Nachklänge. Jüdische Musiker in Deutschland nach 1945»; «Embodied Memory. The Theatre of George Tabori» und «Wieder im Rampenlicht: Jüdische Rückkehrer in deutschen Theatern nach 1945».
Foto © Philipp Rothe